Eine Rezension zu Ruth Newmans neuem Bestseller:
In ihrem neusten Roman beschreibt Ruth Newman wie Kate Benson, ein Jahr nach dem Tod ihres Ehemannes versucht dessen genaue Umstände aufzuklären. Dies beginnt damit dass die Londoner Witwe einen Mann der ihrem verstobenen Charlie aufs Haar gleicht auf den Urlaubsfotos von Bekannten erkennt. Da sie mit dessen Tod nie richtig abschließen konnte, glaubt sie zuerst es sei noch am Leben und stürzt sich auf die Suche nach ihm. Sie landet in Sizilien, erfährt mysteriöse Details über seinen Unfalltod und gerät schließlich ins Fadenkreuz von Mafia und FBI.
Genauso wie die Protagonistin selbst sieht sich der Leser mit den Fragen konfrontiert, ob Charlie noch lebt, sein Tod vorgetäuscht war, wer dahinter steckte und welche der vielen gelegten falschen Fährten die richtige ist.
Tatsächlich versteht es die Autorin geschickt ebensolche zu legen und den Leser in die falsche Richtung zu schicken. Bis zu Letzt erscheint unklar, wer nun mit wem spielt und wer auf welcher Seite steht.
Genauso wie die Protagonistin selbst sieht sich der Leser mit den Fragen konfrontiert, ob Charlie noch lebt, sein Tod vorgetäuscht war, wer dahinter steckte und welche der vielen gelegten falschen Fährten die richtige ist.
Tatsächlich versteht es die Autorin geschickt ebensolche zu legen und den Leser in die falsche Richtung zu schicken. Bis zu Letzt erscheint unklar, wer nun mit wem spielt und wer auf welcher Seite steht.
Kritisch anzumerken ist, dass in romantischer Verblendung das Treffen und die Hochzeit der Protagonistin nach drei Tagen die gesamte Handlung überragen. Man mag diese aufgebauschte „Seelenverwandtschaft“ jedoch akzeptieren indem man die Handlung und die darin verwobenen Rückblenden als aus der Perspektive Kates erzählt als subjektiv betrachtet. Somit liefert dies, sofern nicht vorschnell als romantische Irrungen der Autorin abgestempelt, interessante Rückschlüsse über den Charakter der Protagonisten: Diese von manchen als naiv beschriebene Einstellung ergänzt sich außerdem mit dem Abkehren von den familiären Machenschaften und steht im Einklang mit dem weiteren Handlungsverlauf.
Mit eben diesem Hintergrund erscheint die Entschlossenheit Kates ihren Ehemann mit allen Mitteln zu rächen durchaus gerechtfertigt und lässt den Leser ihr beherztes Eingreifen nachvollziehen.
Nicht ganz nachvollziehen jedoch, kann man die Verhaltensweise Charlies nach seinem Verschwinden. Da die Liebe zuvor als noch so hochangesetzt beschrieben und beinahe glorifiziert wurde, erscheint sein einjähriges Warten einfältig und paradox. Zwar werden von der Autorin handlungsrelevante Gründe dafür geliefert, diese scheinen den Leser jedoch nicht so recht überzeugen zu wollen und eine Empathie für Charlie aufbauen zu lassen.
Allerdings ist zu betrachten, dass ebendieses Verhalten dringend nötig war für die ausgeklügelte Handlung des Romans, in welcher es die Autorin auf beeindruckende Weise schafft mit den Erwartungen des Leser zu spielen und ihm immer wieder neue Informationen zu geben um seine Einstellungen bezüglich bestimmten Personen aufs neue revidieren zu müssen, so dass die genaue Personenkostellation bis zu Letzt unklar bleibt.
Dadurch wird, verbunden mit ausgeklügelten Kapitelenden, soviel Spannung erzeugt, dass die teilweise nicht erstklassig beschriebenen Actionsszenen nicht weiter ins Gewicht fallen, und der Leser das Buch am liebsten in einem Zug zu Ende lesen möchte.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass es sich um eine wirklich spannende Handlung dreht, welche meist gekonnt und passend beschrieben wird: Ein Roman, der einen fesselt und in seinen Bann zieht – allerdings keinen besonders bleibenden Eindruck hinterlässt.
Mit eben diesem Hintergrund erscheint die Entschlossenheit Kates ihren Ehemann mit allen Mitteln zu rächen durchaus gerechtfertigt und lässt den Leser ihr beherztes Eingreifen nachvollziehen.
Nicht ganz nachvollziehen jedoch, kann man die Verhaltensweise Charlies nach seinem Verschwinden. Da die Liebe zuvor als noch so hochangesetzt beschrieben und beinahe glorifiziert wurde, erscheint sein einjähriges Warten einfältig und paradox. Zwar werden von der Autorin handlungsrelevante Gründe dafür geliefert, diese scheinen den Leser jedoch nicht so recht überzeugen zu wollen und eine Empathie für Charlie aufbauen zu lassen.
Allerdings ist zu betrachten, dass ebendieses Verhalten dringend nötig war für die ausgeklügelte Handlung des Romans, in welcher es die Autorin auf beeindruckende Weise schafft mit den Erwartungen des Leser zu spielen und ihm immer wieder neue Informationen zu geben um seine Einstellungen bezüglich bestimmten Personen aufs neue revidieren zu müssen, so dass die genaue Personenkostellation bis zu Letzt unklar bleibt.
Dadurch wird, verbunden mit ausgeklügelten Kapitelenden, soviel Spannung erzeugt, dass die teilweise nicht erstklassig beschriebenen Actionsszenen nicht weiter ins Gewicht fallen, und der Leser das Buch am liebsten in einem Zug zu Ende lesen möchte.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass es sich um eine wirklich spannende Handlung dreht, welche meist gekonnt und passend beschrieben wird: Ein Roman, der einen fesselt und in seinen Bann zieht – allerdings keinen besonders bleibenden Eindruck hinterlässt.




0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen